Versionen, Updates – Neugier, Ärger

Auf meinen Seiten Borkpc.de sind in den letzten Wochen Beiträge zu Word 2010 und Outlook 2010 entstanden.

Wie wohl alle Schreibenden werde ich nie fertig – noch sind längst nicht alle Feature von Word oder Outlook beschriebne, geschweige denn von Excel oder Powerpoint, schon lauert die nächste Version am Horizont.

Ich werde oft gefragt, ob ich eigentlich noch neugierig bin auf neue Versionen. Ja, bin ich. Auch nach fast 25 Jahren im Trainingsgeschäft freue ich mich immer wieder auf neue Wege, kleine und große Verbesserungen. Und ich ärgere mich bei jeder Version aufs Neue darüber, dass nicht immer so entwickelt wird, wie es in der Praxis nötig wäre.

Bei Word 2010 habe ich zum Beispiel die Navigationsleiste super gefunden, aber die aufwändige Bildbearbeitung hätte man sich schenken können zugunsten von besseren Features beim Überarbeitenmodus bzw. beim Vergleichen. Warum kann ich für eine Anwaltskanzlei kein allgemeines Farbset vorgeben? Warum kann ich nicht (wenigstens wahlweise) ein Farbschema mit dem Dokument speichern und weitergeben? Warum kann ich nicht die Farbliste für die Sachbearbeiter komfortabel zusammenstellen?

Quicksteps in Outlook 2010 sind ein Highlight, Schnellbausteine auch. Aber die Teamarbeit hält einfach keinen Einzug – Durchsuchen von freigegebenen Postfächern? Fehlanzeige, weil ich nur jeweils einen Ordner durchsuchen kann. Einen. Nach dem anderen. Keine Unterordner. Zugriff auf freigegebene Kontakte – ja, geht. Aber Seriendruck geht nicht und Mail schreiben auch nicht. Wieso nicht?

Aber ich ärgere mich außerhalb von Office noch viel mehr über die Update-Politik von Softwareherstellern. Haben Sie schon mal versucht, einem großen Hersteller eines Document Management Systems klarzumachen, dass seine Oberflächen veraltet sind? Da grinsen mich bei Filesite 9.0 aus dem Hause Autonomy immer noch die uralt-Seriendruck-Dialoge an. Vom Dokumentvergleich via “Kombinieren” hat man bei Autonomy auch noch nichts gehört. Aufgaben zu Akten zuordnen? Fehlanzeige, obwohl das ganze Programm in Outlook integriert ist.

Ich teste gerne, ich entdecke gerne neue Oberflächen und ich freue mich über neue Funktionen und jede Verbesserung. Aber eines will ich nicht: dass am Anwender vorbei entwickelt wird. Und da sehe ich teilweise große Probleme, wenn die Softwarehersteller kein Ohr in der Berufswelt haben.

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