Internet – Mimikama

Meine Anfänge der Internet-Begeisterung gehen auf Newsgroups zurück, den Vorgängern der heutigen Foren – in den Newsgroups habe ich von anderen gelernt, habe mein Wissen geteilt und mich bereichern lassen von anderen Ideen, anderen Meinungen, anderen Herangehensweisen. Ich habe das Internet als große Chance kennengelernt und gelernt, dass es voller Fallstricke steckt.

So ist das auch noch heute. Ich bin in Facebook und im Blog aktiv, unterhalte eine umfangreiche Webseite, twittere über neue Inhalte. Und dabei stoße ich immer und immer wieder auf Anwender, die alles teilen, was nicht schnell genug weglaufen kann. Ungeprüft und unreflektiert wird auf “Teilen” geklickt – auf dass jeder Bekannte teilhabe an der Empörung oder der Betroffenheit, die den “Teiler” da gerade erfasst hat. Genauso unüberlegt wird an Gewinnspielen teilgenommen (nein, den BMW mit dem roten Schleifchen kann man bestimmt nicht gewinnen, wenn man diese Seite teilt und liked und was weiß ich!).

Ich habe heute eine dringende Bitte und den ernstgemeinten Rat:

  • Recherchiert zuerst, ob Ihr zu dem Fahndungsaufruf (der – wenn privat initiiert – verboten ist) oder zu der Belästigung oder zu der Schlägerei oder oder oder … irgendwo einen Bericht findet. Was sagen die örtlichen Zeitungen, was schreibt die Polizei?
  • Schaut Euch Bilder genau an, bevor Ihr sie teilt. Ein Tierquäler vor tropischer Kulisse wird kaum in Deutschland tätig gewesen sein – vielleicht liegt dieser Vorfall schon sieben Jahre zurück, fand in Timbuktu statt und der Tierquäler ist längst schon verurteilt.
  • Denkt darüber nach, ob Facebook wirklich 3 Cent pro “Like” spendet, um ein krebskrankes Kind zu unterstützen.

Und vor allem: sucht nach dem Text, der da geteilt werden soll, bei Mimikama. Was ist Mimikama? Die Jungs und Mädels stellen sich am besten selber vor:

Mimikama ist eine internationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch und zentrale Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Internetinhalte melden möchten. Mimikama selbst ist ein eingetragener Verein der sich „Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch“ nennt.

Mimikama findet Ihr

Dort könnt Ihr suchen – zum Beispiel

Alles Dauerbrenner, die immer wieder auftauchen.

Ihr könnt auch checken, ob Eure Facebook-Privatsphären-Einstellungen privat genug sind und Euch informieren, wie Ihr verhindert, dass Euer Profil kopiert wird.

Sehr hilfreich für Recherche-Neulinge ist der Artikel über die richtige Einschätzung von Quellen, die Rückwärtssuche bei Bildern und über die Bewertung von Gewinnspielen.

Mimikama nimmt auch Anfragen entgegen, wenn Euch etwas ganz komisch vorkommt. Dafür gibt es ein eigenes Meldeformular. Aber prüft vorher, ob das nicht einer der allseits bekannten Dauerbrenner ist. Es hilft meistens schon, den Text einfach in eine Suchmaschine einzutippen, vielleicht noch mimikama hintendran und in der Regel wird man dann schon fündig.

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