Word – Duplexdruck (1)

Einige Drucker können automatisch Vorder- und Rückseiten von Papier bedrucken, bei anderen muss man zuerst die Vorderseiten drucken, dann das Papier neu einlegen und die Rückseiten bedrucken.

Für einen simplen Ausdruck, der nur aus Papierspargründen beidseitig ist, brauchen Sie nichts weiter tun als den Duplexdruck Ihres Druckers aktivieren oder das Papier noch einmal einzulegen.

Für einen “hübschen” Ausdruck sollten Sie sich über mehr Dinge Gedanken machen.

  1. Seitenränder
  2. Kopfzeilen und Fußzeilen
  3. Absatzeinrückungen

In dieser Reihenfolge sind die drei folgenden Blogeinträge aufgebaut.
Heute geht es um Seitenränder. Normalerweise bezeichnen wir Seitenränder mit oben/unten und links/rechts. Solange die Ränder links und rechts identisch sind, ist auch für einen Duplexdruck alles in Ordnung. Aber bei unterschiedlich breiten Rändern gibt es ein Problem, denn bei einem doppelseitigen Ausdruck ist links und rechts nicht mehr eindeutig.

Das ist ein Dokument, bei dem der linke Seitenrand breite 3 cm zum Lochen und Heften beträgt, der rechte 1,5 cm. Ich habe der Deutlichkeit halber an den Rändern senkrechte Rahmenlinien eingesetzt.

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Können Sie sich vorstellen, wie diese beiden Seiten aussehen, wenn die zweite die Rückseite der ersten ist? Welche Ränder liegen aufeinander? Der schmale rechte Rand von Seite 1 liegt auf dem breiten linken Rand von Seite 2.

Unten sehen das Blatt mit Vorderseite (1) und durchscheinender Rückseite (2). Der schmalere rechte Rand der Rückseite liegt im breiten linken Rand der Vorderseite – Sie können den durchscheinenden Text und den Strich der  Rückseite sehen. Meine Idee mit dem breiten Rand zum Lochen wird also unterlaufen … Wenn ich das Dokument abhefte, kann ich vermutlich die Zeilenenden der Rückseiten nicht mehr lesen, die verschwinden im Innern des Hefters.

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Bei doppelseitigem Druck ist es aus diesem Grund sinnvoll, von “innen” und “außen” zu sprechen. Word stellt das automatisch um, wenn Sie für die Seiten “gegenüberliegende Seiten” einstellen:

  • Vom Register “Seitenlayout” den Dialog “Seite einrichten” aufrufen
  • Auf “Seiteränder” die Einstellung in der Rubrik “Seiten” von “Standard” auf “Gegenüberliegende Seiten” einstellen

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Damit ändern sich die Beschriftungen von rechts/links zu Innen und Außen. Die Seitenränder werden jetzt für ungerade Seiten (Vorderseiten) und gerade Seiten (Rückseiten) so eingestellt:

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Jetzt ist die Rückseite (Seite 2) eine perfekte Spiegelung der Vorderseite (1). Stellen Sie sich vor, Sie würden diese beiden Seite in der Mitte zusammenklappen und die Seite 2 nach hinten wegfalten.
Unten wieder die durchscheinende Rückseite:

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Die Seitenränder liegen exakt aufeinander, wenn Sie das Papier auch wieder exakt genauso einlegen …

Exkurs: gerade und ungerade Seiten, innen und außen

Sie beginnen den Druck mit Seite 1 – das ist eine ungerade Seitenzahl. Auf der Rückseite muss Seite 2 gedruckt werden – das ist eine gerade Seitenzahl. Es geht weiter mit Seite 3 (Vorderseite) und Seite 4 (wieder Rückseite). Bei einem Ausdruck, der mit Seite 1 beginnt ist also jede ungerade Seite eine Vorderseite und jede gerade Seite eine Rückseite.

Der innere oder äußere Seitenrand ist bei einem Buch am besten zu verstehen. Innen ist der Rand zum Buchrücken, dort werden die Seiten aneinandergeheftet. Außen ist der  Seitenrand, den ich zum Umblättern in die Hand nehme. Bei meinem Beispiel ist “innen” der Lochrand.

Für eine ungerade Seite (Vorderseite) ist der innere Seitenrand der linke Rand, bei einer geraden Seite (Rückseite) ist der innere Rand der rechte Rand.

In meinem Beispiel von oben:

  • Seitenrand innen (zur Heftung):
    breit, damit ich lochen kann – 3 cm
    Ungerade Vorderseiten links, gerade Rückseiten rechts
  • Seitenrand außen (zum Umblättern):
    schmal, weil ich dort nur anfassen will – 1,5 cm
    Ungerade Vorderseiten rechts, gerade Vorderseiten links

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