Windows – Taskmanager

Wenn ein Programm sich “aufgehängt” hat, werden Sie oft aufgefordert, es mit dem Taskmanager “abzuschießen”. Was passiert da und was sollten Sie dann tun?

Ein “hängendes” Programm reagiert nicht mehr auf Eingaben, ist aber noch sichtbar. Das heißt: Sie können das Programmfenster zwar sehen, aber ein Klick auf Menüs oder Symbole hat keine Reaktion zur Folge. Nichts geht mehr. Das kennen Sie vermutlich von Word oder Excel.

Ein hängendes Programm kann auch unsichtbar sein, obwohl es nicht geschlossen ist – es wird im Hintergrund nach wie vor ausgeführt. Das passiert sicher am häufigsten mit Outlook. Aber auch Word kann noch ausgeführt werden, obwohl Sie es nicht mehr sehen. Dieser “Hänger” hat zur Folge, dass Sie das Programm nicht erneut starten können. Es gibt entweder eine Fehlermeldung, dass das Programm bereits ausgeführt wird oder es passiert schlicht gar nichts.

So – ein Programm hängt also. Der Hotline-Mitarbeiter rät Ihnen jetzt, das Programm mit dem Taskmanager abzuschießen. Oder feiner ausgedrückt: es über den Taskmanager zu beenden.

Der Taskmanager kann bis Windows 7 aufgerufen werden über:

  • ALT+STRG+ENTF | Task-Manager starten
  • oder mit Rechtsklick in die Taskleiste und “Task-Manager starten”
Auf dem Register “Anwendungen” sehen Sie alle gestarteten Programme mit dem Status.

Solange “Wird ausgeführt” zu sehen ist, ist alles in Ordnung – das Programm arbeitet noch.

Der Status “Keine Reaktion” zeigt ein Programm, das sich verabschiedet hat.

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Sie können ein Programm, das “Keine Reaktion” im Status zeigt, von hier beenden: markieren Sie das Programm und klicken Sie auf “Task beenden”. Mit ein wenig Glück war es das schon. Das Programm wird beendet. Warten Sie einige Sekunden und starten Sie das Programm neu.

Aber das klappt nicht immer. Eine Reihe von Programmen lässt sich hier nicht beenden – Outlook gehört in der Regel dazu. Dann müssen Sie auf das Register “Prozesse” wechseln.

Vorsicht!


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Beenden Sie keine Prozesse, die Sie nicht eindeutig zuordnen können!
Sie können damit Ihren PC komplett lahmlegen.



Beenden Sie keine Prozesse ohne zwingenden Grund.
Warten Sie immer erst ab, ob das Programm nicht doch noch reagiert. Eine Wartezeit von einigen Minuten darf es schon sein.





Wenn ein Programm bei Ihnen häufig hängt und Sie oft gezwungen sind, es abzuschießen, stimmt grundlegend etwas nicht. Am Arbeitsplatz ist jetzt der Zeitpunkt, mit der IT zu klären, was da los ist.

Das Register “Prozesse” zeigt alle Aktivitäten des Computers an – nicht nur die für Sie sichtbaren Programme! Die meisten Prozesse sind im Hintergrund laufende Aktionen, von denen Sie nie etwas mitbekommen.

Sie sehen den Abbildname – das Programm oder der Prozess.

Daneben wird in der Spalte “CPU” eine Prozentzahl angezeigt, wie stark der PC mit diesem Prozess beschäftigt. Ein Prozess, der 98 Prozent der CPU belastet, legt gerade den PC lahm.

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CPU heißt “Central Process Unit” – der Hauptprozessor.

Die Spalte “Arbeitsspeicher” zeigt an, wie viel Platz dieser Prozess beansprucht.

Dann kommt die Spalte “Beschreibung”. Das ist ein Hinweis für Sie, zu welchem Programm dieser Prozess gehört. Die Office-Programme sind gut über den Abbildname zu erkennen: Outlook.exe oder Winword.exe. Andere Programme sind nicht unbedingt so eindeutig, dann sollten Sie die Beschreibung heranziehen. Sie können auch über einen Rechtsklick  auf dem Abbildname und dem Befehl “Eigenschaften” noch  mehr Informationen bekommen.

Um den Prozess zu beenden, markieren Sie den Abbildname (zum Beispiel Outlook.exe) und klicken dann auf “Prozess beenden”.

Vor dem Neustart des Programmes müssen Sie immer ein paar Sekunden warten, damit der Prozess tatsächlich abgeschlossen wurde.

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