Seminare Office

Es gibt zwei Ansätze für Office-Seminare: ich kann Ihnen Word beibringen oder ich kann Ihnen beibringen, Ihre Aufgaben im Job zu erledigen. Ich bin oft im Zweifel, welche Art von Kurs ich Ihnen anbieten soll. Ich neige zu letzterem, was nicht heißt, dass ich Ihnen nicht Word beibringen will … Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Kurskonzepten? Ein Word-Anfänger oder -Fortgeschrittenen-Kurs versucht, Ihnen Word beizubringen. Sie werden lernen, wie man Formatvorlagen verwendet und vielleicht auch anlegt, Sie werden lernen, wie man Abschnitte einsetzt oder wie man Kopf- und Fußzeilen einrichtet. Vielleicht zeigt der Dozent Ihnen auch, wie man ein Inhaltsverzeichnis erstellt. Das ist eine wichtige Grundlage. Aber was machen Sie jetzt konkret damit? Welche Probleme können Sie lösen, wenn Sie dieses Wissen haben? Können Sie feststellen, ob Sie ausreichendes Wissen bekommen, um Ihr Problem zu lösen? Ist Ihnen bewusst, welche Schritte möglicherweise fehlen oder welche praktischen Probleme nicht behandelt wurden? Mir macht das immer wieder Sorgen. Ich halte nur selten allgemeine Kurse, ich bin Coach und Betreuer. Aber in diesen allgemeinen Kurse merke ich, dass das Wissen bei meinen Teilnehmern häufig nicht abgerufen werden kann. Eigentlich wüssten sie ja, wie man dieses Problem löst – aber im praktischen Fall können die Teilnehmer dieses Wissen nicht mit dem Problem in Verbindung bringen. Anders laufen Beratungen am Arbeitsplatz. Im Vordergrund steht da die Lösung eines Problems – und dann bringe ich Ihnen zu wenig über Word bei! Wir lösen gemeinsam konkrete Probleme, richten eine Dokumentvorlage ein, erstellen Formatvorlagen und und und. Zum Schluss haben wir eine Menge geschafft, und ich habe ein schlechtes Gewissen. Wie viel Wordkenntnisse habe ich Ihnen vermittelt? Gerade so viel, um das konkrete Problem zu lösen oder auch mehr? Ideal wäre eine Mischung. Was denken Sie?

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