Office–Dictation

Von Microsoft gibt es eine kostenlose Diktiersoftware: Dictate. Sie kann hier heruntergeladen werden.

Dictate funktioniert ab Windows 8.1 und ab Office 2013. Man kann in vielen Sprachen diktieren, auch in Deutsch.

Ich habe dictate ausprobiert. Zum Einsatz kam ein gutes Handmikrofon der Firma Nuance, das ich auch für Dragon sehr erfolgreich verwende. Die Erkennungsrate war erstaunlich gut, zumal ich das Programm nicht trainieren muss und auch gar nicht trainieren kann. Dictate versteht einige Satzzeichen wie Punkt, Komma, Ausrufe- oder Fragezeichen sowie “neue Zeile”. Dann wird einmal ENTER gedrückt für einen neuen Absatz.

Dictate verewigt sich mit einem eigenen Menüband in Word:

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Bevor man auf “Start” klickt, muss man zuerst die Sprache einstellen. Bei “From” stellt man ein, in welcher Sprache diktiert wird; bei “To” die Sprache, in die übersetzt werden soll (dazu unten mehr).

Es gibt die Möglichkeit, auf “manual punctation” umzuschalten, dann kann man weder Satzzeichen noch “neue Zeile” diktieren und es wird alles geschrieben. Ich habe “manual punctation” nicht eingeschaltet.

Das ist der Text (gelb markiert die Fehler):

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  • Bei jeder Sprechpause macht dictate einen Punkt und schreibt groß weiter.
  • Groß wird auch zum Teil nach Komma geschrieben (Gute, Dabei)
  • Einige Worte werden wahllos groß- (Wurden), andere dagegen klein geschrieben wie (waldbrände).
  • Zahlen werden teilweise erkannt und teilweise höchst sonderbar interpretiert: aus 232 wird 20032; 2015 wird als 2000 und fuffzehn geschrieben (obwohl ich überhaupt nicht „fuffzehn“ spreche, das ist meinem „Dialekt“ ganz fremd). Dagegen gab es kein Problem bei 92, 58, 158 und 140.
    Meine Diktatweise ist immer gleich: zweihundertdreiundachtzig, einhundertachtundfünfzig.
  • Nicht erkannt wurde “heißen” (stattdessen halston), “Bränden” (stattdessen Brandon oder Brandenburg)
  • Ein Wort wurde eingefügt, obwohl nicht diktiert: auf Wurden. Das “auf” wurde nicht gesagt.

Punkt, Komma, Fragezeichen oder Ausrufezeichen werden (meistens) korrekt in Satzzeichen umgewandelt, Bindestrich wird geschrieben. Dafür werden wahllos manche Worten mit Bindestrichen zusammengefasst: Hektar-Komma-Wie-Die-Bundesanstalt.

Hin und wieder wurden unsinnige Buchstaben angehängt: djfil oder so ähnlich. Andere Anwender sprachen von ganzen “Schattensätzen”, die angehängt werden.

Dann das Übersetzen “From: German / To: English”. Es funktioniert … für einfache Sätze. Ich habe diktiert:
Mein Name ist Pia. Ich lebe in München. Ich arbeite mit dem Computer. Im Sommer ist es sehr heiß.

Und das ist das Ergebnis:

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Aber dann habe ich einen Absatz aus dem =rand()-Text vorgelesen. Uiiiiiii:

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